So geht’s: openELEC/KODI auf Raspberry PI einrichten (Media Center PC) – Teil 2/2

Anleitung über die Installation und Einrichtung von openELEC/KODI, unterstützes Zubehör, Einrichtung der Netzwerkfreigaben, Quellen, Inhalte und Zugriff für Medien, Verwendung einer NAS und Addons.

1. Erweitere Einstellungsmöglichkeiten
2. Die besten Addons – Installation & Einrichtung
3. Netzwerkfreigaben, Zugriffe, Quellen und Inhalte einrichten
4. Verwendung eines DLNA Medienservers
5. Empfohlenes Zubehör


Natürlich ist die Einrichtung jetzt noch lange nicht vollbracht, es fehlt noch an einer Menge an Einstellungen. Im Teil 2/2 befassen wir uns nun mit weiteren Einstellungsmöglichkeiten und Optionen, der Darstellung, Addons, über Freigaben der Medien oder Verwendung eines DLNA Medienservers – bis zum finalen Media PC.


1. Erweiterte Einstellungsmöglichkeiten

Ganz egal, wie wir unseren Raspberry PI nun mit KODI verwenden, es bedarf hier und da noch an ein paar Grundeinstellungen im System. Daher begeben wir uns nun auch direkt in die Einstellungen, um nach und nach alles abzuarbeiten:

Ich erwähne hier jetzt nur die jeweils wichtigen Punkte, deren Einstellung empfohlen ist. Den Rest muss jeder selbst entscheiden, wie er es haben möchte.

true = ausgewählt, aktiv
false = nicht ausgewählt, deaktiviert

Einstellungen – Darstellung – Skin

  • Skin: Beliebig
    Am besten vorerst Standard belassen. Bei manchen Skins gibt es Probleme beim einrichten, daher den Skin erst später umstellen, wenn alles fertig eingerichtet ist.

Einstellungen – Darstellung – Sprache & Region

  • Sprache: Deutsch
  • Region: Deutschland
  • Zeichensatz: Standard
  • Tastaturbelegung: German QWERTZ
  • Zeitzonen-Region: Germany
  • Zeitzone: Europe/Berlin

Einstellungen – Darstellung – Dateilisten:

  • Symbol zum übergeordneten Order anzeigen: true
  • Löschen und Umbenennen von Dateien erlauben: false
  • „Quelle hinzufügen“-Symbol in Hauptorder anzeigen: true
  • Versteckte Ordner und Dateien anzeigen: false
  • Support browsing into archives: true

Einstellungen – Videos – Datenbank

  • Serien-Staffeln reduzieren: Nur bei einer Staffel
  • Gruppiere Filme in Zusammenstellung: false
  • Aktualisiere Datenbank beim Start: true
  • Fortschritt von Datenbank-Aktualisierungen verbergen: false

Einstellungen – Videos – Wiedergabe:

  • 4:3-Videos darstellen als: Normal

Einstellungen – Videos – Dateilisten:

  • Standard-Auswahltaste: Beliebig, ich verwende „Wähle“
  • Ersetze Datenamen durch Datenbankeinträge: true
  • Verknüpfe geteilte Videostücke: true

Einstellungen – Videos – Dateilisten:

  • Standard-Auswahltaste: Beliebig, ich verwende „Wähle“

Einstellungen – Netzwerk – Allgemein:

  • Gerätename: Beliebig

Einstellungen – Netzwerk – Fernbedienung:

  • Steuerung über lokale Programme zulassen: true
  • Steuerung über entfernte Programme zulassen: true

Einstellungen – System – Video-Hardware:

  • Auflösung: Beliebig (Auf TV Geräten 1920x1080p empfohlen)

2. Die besten Addons – Installation & Einrichtung

Wichtiger Bestandteil bei unserem frisch aufgesetzten System sind natürlich allerlei Erweiterungen, die uns das System beliebig erweitern lassen. Die sogenannten „Addons“ können auch verschiedene Art und Weisen installiert werden. Wir haben die Möglichkeit, Addons aus Bibliotheken bzw. Repository’s zu installieren, nach gewünschten Addons zu suchen oder aber auch einfach beliebiege Addons manuell zu installieren. Man kann sich einfach mal durchklicken und stöbern.

Ein Beispiel, wie beispielsweise eine manuelle Installation funktioniert, habe ich bereits in diesem Beitrag mit dem Amazon Prime Instant Video Addon erläutert.

Folgende Addons dürfen meiner Meinung nach nicht fehlen:

  • Youtube
  • Amazon Prime Instant Video
  • Online-Mediatheken von TV Sendern (Bromix)
  • Movie4k, Kinox.to etc. (xStream)

Wer noch mehr haben möchte, kann dies ja gerne nach belieben erweitern. Es gibt eine ganze Menge an Addons, welche auf KODI laufen. Die hier genannten Addons sollten jedoch keinesfalls fehlen.

Youtube Addon einrichten:

Da Youtube bereits vorinstalliert sein sollte, müssen wir da gar nichts mehr herunterladen und einrichten. Das einzige was da noch fehlt ist das Anmeldung mit beliebigem Account. Was wir jedoch tun, ist die individuelle Anpassung des Addons, ganz nach belieben:

Einstellungen – Addons – Aktivierte Addons – Video Addons – Youtube

Dort findet man im Menü (ENTER) den Punkt konfigurieren. Hier können diverse Einstellungen vorgenommen werden, z.B. was man angezeigt bekommen möchte und was nicht, die gewünschte Qualität etc. Danach einfach mal das Addon starten und mit eigenem Google-Konto anmelden.

Amazon Prime Instant Video Addon einrichten:

Dieses Addon muss manuell heruntergeladen und installiert werden. Dazu habe ich hier einen separaten Beitrag verfasst. Dort findet man den Download-Link und alle nötigen Informationen zur Einrichtung des Addons:

So geht’s: Amazon Prime Instant Video auf openELEC/KODI – Installation und Einrichtung

Online-Mediatheken von TV Sendern (Bromix) Addons einrichten:

Dieses Addon muss manuell heruntergeladen und installiert werden. Dazu habe ich hier einen separaten Beitrag verfasst. Dort findet man den Download-Link und alle nötigen Informationen zur Einrichtung des Addons:

So geht’s: xStream Repository Addons auf openELEC/KODI – Installation und Einrichtung

Movie4k, Kinox.to etc. (xStream) Addon einrichten:

Dieses Addon muss manuell heruntergeladen und installiert werden. Dazu habe ich hier einen separaten Beitrag verfasst. Dort findet man den Download-Link und alle nötigen Informationen zur Einrichtung des Addons:

So geht’s: Online-Mediatheken von TV Sendern (Bromix) Addons auf openELEC/KODI – Installation und Einrichtung


3. Netzwerkfreigaben, Zugriffe, Quellen und Inhalte einrichten 

Jetzt ist zuerst einmal die Frage, wie – und vor allem womit – wir unsere Medien speichern, verwalten und letztendlich freigeben. Ein einfacher USB Stick, eine externe Festplatte? Ein NAS, vielleicht sogar ein DLNA-Medienserver? Oder eine Netzwerkfreigabe, auf die wir zugreifen möchten? Wird ein Datenträger ohne Netzwerkverbindung verwendet, benötigt es hier keine weitere Einrichtungen. Möchte man einfach nur einen DLNA-Medienserver abrufen, bitte bei Punkt 4 weiterlesen.

Nutzt man jedoch ein NAS oder andere Quellen, müssen diese natürlich in KODI eingerichtet werden. Wir wählen im Hauptmenü von KODI unsere gewünschte Rubrik (Videos, Bilder, Musik) und wählen anschließend den Punkt „Quelle hinzufügen“ aus. Sofern der Raspberry PI mit dem Netzwerk verbunden ist, können wir auf alles zugreifen, was uns zur Verfügung steht.

Wir fügen so zu jeder Rubrik (Videos, Bilder, Musik) die dementsprechenden Quellen aus. Filme, Serien TV-Shows sowie Musik leben wir mit Inhalt fest, damit dementsprechende Informationen dazu abgerufen und angezeigt werden. Wir können jeder neuen Quelle, sozusagen jeder Quelle, einen eigenen Inhalt zuweisen. Filme sind Filme, Serien sind Serien, Musik ist Musik etc. Mit Moviedatabase wird das ganze dann mit Cover abgeglichen und auch so angezeigt. Eventuell nehme ich dazu mal noch ein Video auf, welches das ganze etwas mehr im Detail zeigt.

Hinweis: Nutzt man einen DLNA-Medienserver, werden keine Cover und auch kein IMDb Rating zur Verfügung, da der DLNA die Medien nur „streamt“. Fügt man feste Quellen hinzu, werden diese in die eigene Biblothek aufgenommen; Dann stehen diese Medien auch der Verwendung von Cover etc. zur Verfügung.


4. Verwendung eines DLNA Medienservers

Ich selbst nutze eine NAS, welche bei mir 24/7 im Dauereinsatz läuft. Sie stellt mir jederzeit all meine Daten zur Verfügung und ist mit allen Endgeräten verbunden, selbstverständlich auch mit dem Raspberry PI. Hat man ebenfalls eine NAS im Einsatz und möchte den Zugriff mit dem Raspberry PI so einfach wie nur möglich gestalten, bindet man einfach den Zugriff auf den DLNA-Medienserver vom NAS ein, fertig. Der Nachteil allerdings ist, dass man Abstriche machen muss; Beispielsweise wird die eigene Bibliothek nicht angelegt und verwaltet. Es ist eine bequeme und einfache Lösung, ich rate jedoch zur Einrichtung der Netzwerkfreigaben, dies ist ebenfalls durch eine NAS möglich.

DLNA Medienserver in KODI abrufen:

Auch hier binden wir unsere Quelle zum DLNA-Medienserver hinzu. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht den letztendlichen Netzwerkfreigabeordner, sondern den DLNA-Medienserver auswählen. Dieser stellt ja dann – je nach Einstellung – alle verfügbaren Ordner und deren Medien zur Verfügung. Wir fügen also hier einfach eine neue Quelle hinzu, wählen im Heimnetzwerk nur unseren gewünschten DLNA-Medienserver, fertig.

Nochmal angemerkt, es ist die einfachste Methode, mit dem Raspberry PI auf Medien zuzugreifen. Ich möchte das nicht, da ich meine Bibliothek gerne selbst verwalte und z.B. auch die Darstellung mit Film-Cover & IMDb Rating möchte.


5. Empfohlenes Zubehör

Um den Einsatz am TV etwas einfacher zu gestalten, ist passendes Zubehör von Vorteil. Ganz egal ob es sich dabei um einen einfachen WLAN-Adapter, eine Tastatur, eine externe Festplatte oder ein NAS handelt. Da ich selbst vieles davon verwende und es somit ein rundum sorgenfreies Paket bildet, möchte ich euch diese Erfahrung natürlich auch mit euch teilen. Wieviel Budget man darin investieren möchte bleibt jedem selbst überlassen.

Unverzichtbares Zubehör am Raspberry PI Media Center:

Klick hier

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10 Gedanken zu „So geht’s: openELEC/KODI auf Raspberry PI einrichten (Media Center PC) – Teil 2/2“

  1. servus,
    eine gute Anleitung, die bei mir keine Fragen offen lässt……ausser einer:

    ich habe ein Raspberry Pi 2 der als Owncloud läuft…..kann ich nun meinen Raspberry Pi 1 B+ und OpenElec dazu bringen, dass sie die Medien aus der Cloud bezieht?

    vg
    LT

  2. Hi,

    grundsätzlich eine sehr gute Anleitung, die mir bis hier auch gut geholfen hat. Allerdings verzweifel ich nun an zwei Stellen.

    1. Wo kann ich die externe Festplatte, welche direkt am Raspberry angeschlossen ist, finden? Unter Quelle zufügen finde ich leider nichts, obwohl Openelec von sich aus meldet, wenn die Platte eingeschaltet bzw. angeschlossen wird.

    2. Wie kann ich im Menü einen neuen Menüpunkt zufügen? Ich würde gerne noch einen Menüpunkt „Anime“ anlegen, damit ich sofort auf diese zugreifen kann. Auch möchte ich nicht ein grobgefassten „Video“ Menüpunkt, sondern schon gerne einen Film und Serien Menüpunkt.

    Viele Grüße

    Tony

    1. Hallo Tony, vielleicht hilft Dir das hier weiter: 1. Extern via USB abgeschlossene Geräte siehst Du unter /storage/media. Dort müsstest Du dann die angeschlossene HDD finden. Du fügst diese also ganz normal als Quelle hinzu und wählst dann eben genau diesen Pfad. Sollte klappen! :-) 2. Wenn Du in KODI Deine Medienbibliothek erfolgreich hinzugefügt hast, tauchen die Menüpunkte wie „Filme“ oder „Serien“ ganz automatisch auf. Sofern Du alles richtig konfigurierst, es gibt dazu genügende Anleitungen, auch hier auf meinem Blog. (Stichwort: Scrapper) Ansonsten kannst Du noch individuelle Menüpunkte anlegen, welche dann genau auf die gewünschten Ordner verweisen. Das ist jedoch von Skin zu Skin unterschiedlich.

  3. Hey ,

    klasse Tutorials! Wegen deiner Rezension auf Amazon hatte ich mir den Raspi2 besorgt und openELEC darauf installiert und deine Einstellungen aus dem Tutorial übernommen. Ich habe eine externe – nicht netzwerkfähige Festplatte – mit dem Pi2 verbunden und möchte mit Kodi aus meinem Fire TV auf die Festplatte zugreifen, da ich mit der Fire-TV-Fernbedienung gut klarkomme und keine Tastatur verwendne möchte. Kannst du mir bitte sagen, wie das geht? Den Raspi2 hatte ich mir dur deswegen zugelegt, da der USB-Port vom FireTV leider keine HDD’s zum abspielen annimmt und mir NAS-Systeme zu teuer sind.

    Gruß und danke fürs Lesen.

    1. Hey Eddy. Leider kenne ich mich mit dem Fire TV zu wenig aus, um Dir dabei eine Hilfestellung geben zu können. Du müsstest Dir wohl mit dem Raspberry einen DLNA-Server aufsetzen, um die Medien mit dem Fire TV abzurufen. Einfach mal googlen :) Bzgl. Fernbedienung: Du kannst doch mit der TV-Fernbedienung den Raspberry PI steuern? Oder unterstützt das Dein Gerät nicht?

      1. Danke für die schnelle Antwort. Ja, das funktioniert mit der Fernbedienung, jedoch sehr langsam und träge. Außerdem wäre es schöner gewesen, alles über eine Fernbedienung laufen zu lassen :).

        Ich guck. wie ich das hinbekomme. jedoch hätte ich mich sehr über die Cover etc. gefreut. Du meintest ja, dass mit dem DLNA-Server das nicht möglich ist.

        Schöne Grüße und mach weiter so.

  4. Genau, es kann aber auch gut sein, dass Du mit dem Raspberry PI eine Art Server errichten kannst, worauf der Zugriff via Fire TV problemlos möglich sein sollte. Aber wie gesagt, das habe ich selbst noch nicht getestet, möglich ist es aber mit Sicherheit. Dann könntest Du all Deine Medien auch mit Cover versehen etc. Du musst es nur schaffen, die USB Platte am PI als Netzwerkplatte einzurichten. (zB so: http://bit.ly/1ulG9Ng) – Viel Erfolg! :)

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