So geht’s: Strom sparen – Verwendung von Master/Slave Steckdosen

Gerade im Wohn- oder Arbeitszimmer laufen viele Geräte, welche auch im abgeschalteten Zustand noch Strom verbrauchen. Sei es der TV, die Musikanlage oder wahre Stromfresser wie Computer mit Monitor und Drucker. Abhilfe schaffen sogenannte Master/Slave-Steckdosen. Wie günstig die Anschaffung ist, wie’s funktioniert und wo die Vorteile liegen, möchte ich euch hier erklären.

Mal ehrlich, Strom ist teuer! Der Strompreis ist die letzten Jahre so enorm gestiegen, dass man es sich heute zweimal überlegt, ob man den Computer laufen lässt während man eben schnell einkaufen fährt oder wirklich mit dem TV einschlafen möchte, statt einen Sleep-Timer zu stellen. Wer wie ich schon lange nicht mehr zu Hause lebt und wirklich selbst für seine Energiekosten aufkommen muss, wird verstehen was ich damit meine. Ich versuche daher gerade bei Stromkosten den steigenden Tarifen so weit es mir möglich ist engegen zu wirken.

Mit einer Master/Slave Steckdose kann man damit schon viel erreichen…

Ich muss zugeben, ich bin niemand der den Computer immer ganz ausschaltet, wenn ich eine kurze Arbeitspause einlege. Ich bin auch niemand, der gerne auf dem Fußboden rumkrabbelt und irgendwelche Steckdosenleisten ein- und ausschaltet. Und ja, ich schlafe auch gerne mit eingeschaltetem TV ein…

Aber insgesamt habe ich in meiner Wohnung schon alle möglichen Vorkehrungen getroffen, um gewisse Stromkosten enorm zu sparen. Nicht nur ältere Elektrogeräte habe ich mittlerweile durch neue ersetzt, in meinem Haushalt findet man auch ausschließlich nur noch LED-Leuchtmittel. Und eben auch jede Menge Master/Slave Steckdosen.


Der Einsatz von Master/Slave Steckdosen

Wer wie ich anfangs noch gar nicht weis, was er mit dem Begriff „Master/Slave Steckdose“ anfangen soll: es klingt komplizierter als es eigentlich ist. Es handelt sich dabei im Prinzip erst einmal um eine einfache Steckdosenleiste mit X Anschlüssen, wie man sie in jedem Baumarkt findet. Nur mit dem Unterschied, dass die dafür gekennzeichneten Steckdosen (Slave) erst dann Strom liefern, wenn der „Master“ beansprucht wird.

Wie das Ganze dann funktioniert:

Nehmen wir an, wir haben einen Computer, an welchem eine aktive Soundanlage, ein Monitor und ein Drucker angeschlossen ist. An einer Steckerleiste wären damit 4 Plätze belegt. Auch wenn der PC ausgeschaltet wäre, würde Monitor, Drucker sowie auch die aktive Soundanlage weiterhin mit Strom versorgt werden. Nicht aber mit einer Master/Slave Steckdose: Denn mit dem Ein/Aus Schalter des Gerätes, welches in der Master-Steckdose eingesteckt ist, werden alle Geräte in den Slave-Steckdosen automatisch mit ein- und ausgeschaltet. Heiß im Klartext: Alle „Zusatzgeräte“ (Slave) werden nur dann mit Strom versorgt, wenn der Computer (Master) an ist.

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Im Wohzimmer wäre es vermutlich der TV, der DVD- oder Blu-ray Player, die Playstation oder auch eine ganze Heimkino-Anlage mit seperatem Subwoofer. Auch hier würde sich eine Master/Slave Steckdose sehr nützlich erweisen, da alle Geräte nur im Zusammenhang mit dem TV mit Strom versorgt werden müssen. Sobald man das TV Gerät einschaltet, wird alles andere ebenfalls mit Strom versorgt und schaltet sich ganz automatisch ein.

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Nicht falsch verstehen, hier muss kein zusätzlicher Knopf an der Steckerleiste gedrückt werden, auch wenn dieser nochmals vorhanden ist. Dies wird nämlich gerne falsch verstanden. Alle Geräte, welche via Slave eingesteckt sind, starten ganz automatisch, sobald der Master eingeschaltet wird.


Und so einfach geht’s…

An jeder Master/Slave Steckdose befindet sich irgendwo ein kleiner Regler, welcher vorab auf den Master eingestellt werden muss. Diesen Regler nennt man auch „einschaltbare Schaltschwelle“. Um es wirklich exakt auf den Master wie TV oder Computer zu kalibrieren, nimmt man sich bei der ersten Einrichtung am besten irgendeine Lampe, welche zunächst an in eine der Slave-Steckdosen eingesteckt wird. Diese Lampe dient nur zum Test, damit sichtbar wird, wann die Slave-Steckdosen mit Strom versorgt werden.

Nun stecken wir unser „Master“-Gerät in die dafür auf der Steckerleiste gekennzeichneten Master-Steckdose ein und schalten dieses Gerät ein. Sollte die Lampe jetzt noch nicht leuchten, ist die „einschaltbare Schaltschwelle“ zu sensibel (vor-)eingestellt. Jetzt mit einem kleinen Schraubenzieher an dem Regler drehen, bis die Lampe leuchtet. Nun muss die Schaltschwelle so angepasst werden, dass die Lampe erlischt, sobald das „Master“-Gerät ausschaltet wird. Sobald man diese Einstellung hat, kann die Test-Lampe entfernt und alle weiteren Slave-Geräte eingesteckt werden. Zuletzt noch ein Test mit dem fertigen System, das war’s.

Solltet man den Master, also das Gerät daran, irgendwann wechseln, wird empfohlen die Schaltschwelle erneut anpassen. Genaueres aber in der Regel auch in der beiliegenden Beschreibung.


Weitere Vorteil von Master/Slave Steckdosen

Einen weiteren Vorteil solcher Steckdosenleisten gibt es inklusive: Ein Überspannungsschutz. In den von mir beschriebenen, welche auch bei mir zuhause zum Einsatz kommen, bis 19.500 Ampere. Das heißt, sollte der Blitz einschlagen oder zu einer Fehlspannung meines Hausnetzes kommen, werden meine Geräte es überleben.

Die „Brennenstuhl Secure-Tec“ ist bis 3.500 Watt belastbar, bietet darüber hinaus ein Ein-/Aus Schalter für die gesamte Steckdose, Kontroll-Leuchten sowie in manchen Ausführungen auch noch permanente Steckdosen, welche dauerhaft Strom liefern.


Fazit

Da Geräte auch in ausgeschaltenem Zustand in der Menge viel Strom verbrauchen, ist dies sicherlich eine sinnvolle Investition, welche sich auszahlt. Man hat hier wirklich nur Vor- und keinerlei Nachteile. Ich persönlich erfreue mich jeden Morgen an einer weiteren tollen Sache, wenn ich in mein Büro komme und den Computer starte, denn die Monitore schalten sich ganz von alleine an – und abends nach herunterfahren des PC’s auch wieder aus.

Ich empfehle die Marke Brennstuhl, mit welcher ich bislang nur gute Erfahrungen machen durfte und welche es auf Amazon schon recht günstig zu haben gibt. Man findet auch hin und wieder welche beim Discounter, diese würde ich persönlich jedoch nur bedingt einsetzen. Im Baumarkt wird man wahrscheinlich das doppelte zahlen – zumindest waren dort die Preise so, als ich mich anfangs auf die Suche machte.



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2 Gedanken zu „So geht’s: Strom sparen – Verwendung von Master/Slave Steckdosen“

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