Rii K12 – Die perfekte Tastatur inkl. Touchpad für Raspberry PI & Co.

Die Rii K12 ist ganz neu auf dem Markt, ich durfte sie ausgiebig testen. Meiner Meinung nach handelt es sich bei der Rii K12 um die perfekte Tastatur inkl. Touchpad Lösung für Raspberry PI, vor allem im Einsatz mit openELEC/KODI.

Jeder, der auf der Suche nach einer kompakten Lösung einer Tastatur mit Maus-Funktionen ist, sollte sich die Rii K12 mal genauer anschauen. Die Rii K12 ist sehr klein und kompakt, benötigt dank einem USB-Dongle kein Bluetooth und kann somit an jedem beliebigen Gerät angeschlossen und verwendet werden. Als ich die Rii K12 zum ersten Mal sah war ich direkt neugierig, was wohl dahinter steckt, denn noch nie zuvor habe ich eine solch kompakte Tastatur mit einer solchen Vielfalt an Funktionen gesehen. Auch die 2,4 GHz Funktechnologie gefiel mir auf Anhieb, zwar arbeitet die Tastatur mit einem USB-Dongle, jedoch wird Bluetooth nicht benötigt. Und gerade an einem Raspberry PI macht die kleine Rii K12 eine wirklich gute Figur! Insgesamt möchte ich hier auf die Eigenschaften sowie die Vor- aber leider auch Nachteile der Tastatur eingehen, nachdem ich die Tastatur nun ausgiebig testen konnte.

Rii-K12

Also, auf den Fotos sieht die Rii K12 ja schon mal richtig gut aus! Überrascht war ich dann doch etwas, als sie bei mir ankam. Nicht, weil die Fotos zu viel versprachen, eher im Gegenteil, sondern eher wegen der kompakten Maße. Die Tastatur ist gerade mal 26cm breit und 8,5cm hoch und mit einer Dicke von 1,3cm recht schlank. Sie ist die mit Abstand kleinste Tastatur, die ich je in meinen Händen hielt und mit knapp 205g wirklich angenehm zu halten. Der erste Eindruck wirkte sich also direkt positiv auf mich aus, denn auf den ersten Eindruck hält sie auf jeden Fall, was sie verspricht.


Die Verarbeitung erscheint auf den ersten Blick auch sehr positiv. Die Tasten wirken robust und griffig, sind nicht wie viele andere Produkte glatt, sondern etwas rau von der Oberfläche, was das tippen wirklich deutlich angenehmer macht. Die Tasten haben einen angenehmen und sauberen Druckpunkt, ebenso schön leise und angenehm. Die Tasten sitzen wirklich sauber nebeneinander, keine großen Lücken hier und da, was mir auch auf Anhieb auffiel. Auch das Touchpad der Rii K12 ist an der rechten Seite gut angebracht und passt meiner Meinung nach perfekt ins Gesamtbild. Die Rückseite besteht aus einer Aluminium-Legierung, was der Tastatur etwas mehr Haptik verschafft. Dies macht sich vor allem deutlich bemerkbar, wenn man versucht die Rii K12 etwas zu verbiegen. Hier merkt man schnell, dass dies nicht so einfach geht, ich denke auch einen Sturz vom Tisch auf den Boden kann der Rii K12 nicht so schnell etwas schaden.

Desweiteren empfinde ich die 2,4 Ghz Technologie als sehr positiv, da man hier nicht auf Bluetooth angewiesen ist. Zwar hat die Tastatur wie oben schon geschrieben einen eigenen USB-Dongle (Sender/Empfänger), dennoch wirkt sich der Einsatz aber vor allem mit einem Raspberry PI im Vergleich zu einer Bluetooth-Tastatur wesentlich besser und leichter aus. Der Vorteil hier bei der Rii K12 liegt einfach daran, dass diese nicht ihre Verbindung verliert, wie es bei Bluetooth und Raspberry PI gut und gerne oft vorkommt. Ich selbst habe schon zahlreiche Bluetooth-Tastaturen diverser Hersteller getestet, immer wieder reißen dort die BT-Verbindungen ab und man muss sie neu connecten. Dies bleibt hier zumindest erspart, was vor allem im Einsatz mit einem Raspberry PI wirklich optimal ist. Beispielsweise im Einsatz mit openELEC/Kodi, als Mediacenter.

Ich konnte die Rii K12 erfolgreich mit folgenden Geräten testen:

  • Raspberry PI 1+2
  • Windows 8.1 x64 PC
  • Apple Macbook (Late 2011)
  • Sony Bravia TV
  • Playstation 4

An allen Geräten wurde die Rii K12 Tastatur problemlos erkannt.

Jenachdem ob das von mir getestete Endgerät über die Maussteuerung verfügte, hat dies auch wunderbar geklappt. Die Installation ist leicht: USB Dongle einstecken, Tastatur einschalten, fertig. Eine Treiberinstallation ist in der Regel nicht notwenig, da die Tastatur als Standard-Eingabegerät erkannt und initialisiert wird. Ich vermute, dass die Maustasten (unten links) einfach als Befehl simuliert werden, das Touchpad rechts arbeitet hingegen im Prinzip wie ein Touchpad vom Latop. 1 Finger klick = linke Maustaste, 2 Finger Klick = rechte Maustaste. Sauber gelöst, wie ich finde. Und das alles in einer solch kompakten kleinen Tastatur.

Bzgl. der Akkulaufzeit kann ich noch nicht viel sagen. Jedoch zeigte sich das bisher recht positiv. Die Rii K12 hat einen 300mA Akku verbaut, welcher eigentlich recht lange durchhalten sollte. Ich selbst musste sie bisher noch nicht aufladen, daher kann ich hier auch keine genaueren Angaben machen. Vielleicht füge ich das später noch hinzu, wenn sich das Verhalten bemerkbar macht.

Kommen wir nun zum negativen, denn auch hier macht sich einiges bemerkbar. Zwar sind das eher kleine Dinge, aber gerade diese kleinen Dinge sind es, die man sich hätte ersparen können.

Besonders negativ aufgefallen ist:

… Das Tastatur Layout! Also da hätte man wirklich mehr drauß machen können. Ich mein, klaro, man hat hier wirklich versucht so viel wie nur möglich auf das kompakte Maß zu bekommen, was ja auch irgendwo gelungen ist. Aber wieso zum Teufel schiebt man dann die Tasten ß und Ä so nach unten?! Das passt so rein gar nicht ins Gesamtbild und verwirrt ungemein beim schreiben. Auch der Pfeil-Block rechts, welcher sich links von der Shift-Taste befindet, finde ich so eher mangelhaft. Die Enter-Taste und wohl eine der wichtigsten Tasten dagegen recht klein gehalten. Ehrlich gesagt wundert es mich da, dass die Leertaste überhaupt so groß belassen wurde! ;-) Naja, da hätte man die Tastatur doch gut und gerne noch 2-3cm größer machen können, um diesen Mängel vorzubeugen, oder?!

… Gummi-Füße auf der Rückseite sind sehr schlecht verarbeitet. Es gibt 2 große vorne aus Gummi, welche eingeklebt sind. Das erste ist bei mir schon nach wenigen Minuten verschwunden, hat sich also relativ schnell abgelöst und war weg. Als ich es nach stundenlanger Suche dann endlich wieder gefunden und montiert hatte, musste ich schnell feststellen, dass die oberen „Füße“ (siehe Produktfotos, die kleinen Kreise oben, Rückseite) nicht aus Gummi sondern nur aus Kunststoff bestehen. Heißt, dass man vorne zwar die 2 Gummi-Füße hat, aber oben eben nicht. Das hat natürlich zur Folge, dass beim tippen die Tastatur dann doch gerne verrutscht. Wieso man oben nicht auch noch 2 Gummi-Füße montiert hat, ist mir ein Rätsel. Ist nun wirklich keine große Sache, fiel mir aber dennoch direkt auf.

… Der „stabile“ Stand war bei mir so eine Sache. Mein Exemplar kippt leicht nach hinten rechts runter. Sie steht also nicht exakt gerade, was wohl auf die Verarbeitung zurückzuführen ist. Sicherlich auch keine große Sache, aber ich möchte es trotzdem ansprechen.

… WARNUNG an alle Naschkatzen: Wie man auch schon auf den Produktfotos gut erkennt, sitzt die gesamte Tastaur (abgesehen vom Touchpad rechts) in einer Art „Rahmen“. Dort sind in etwa 3-4mm offen, am Rand sowie auch zwischen allen Tasten, was nicht wirklich abgedeckt ist. Man sollte es also besser vermeiden, Süßigkeiten wie Cookies, Salzstangen & Co. darüber zu verzehren, da der ganze Mist dann ansonsten in der Tastatur landet. Und ich glaube, dass dies anhand der offenen Bauweise nicht so prinkelnd wäre… ;-)

FAZIT

Man sollte die von mir angesprochenen Mängel nicht zu ernst nehmen oder sich davon abschrecken lassen, immerhin muss man den vorgesehen Einsatz bedenken. Mit dem Layout kann man leben, da man alleine schon wegen der Größe sicherlich kein 10-Finger-Schreiben darauf ausführen wird. Ich zumindest habe es nicht geschafft, vielleicht habe ich aber auch einfach zu dicke Finger. Bzgl. der Gummi-Füße und dem etwas instabilen Stand muss man für sich selbst entscheiden, ob man damit leben kann. Ich selbst hab die Rii K12 auf dem Sofa in Gebrauch, da nutzen mir weder die Gummi-Füße, noch der stabile Stand etwas, da ich sie sowieso meistens auf den Beinen liegen habe. Und wegen der Sache bzgl. Cookies, Salzstangen & Co, so sollte man eben aufs naschen über der Tastatur besser verzichten, bevor etwas darin landet. ;-)

Also, alles in allem eine wirklich tolle Tastatur, welche sich optimal für den Einsatz auf dem Sofa eignet. Ich kann die Rii K12 besonders für den Einsatz mit einem Raspberry PI empfehlen, da diese einfach wunderbar damit harmoniert. Gerade im Einsatz mit openELEC/KODI eine wunderbare Ergänzung von Tastatur und Maus. Klein, leicht und kompakt mit allen benötigten Tasten für den Standard-Einsatz, einfach spitze!

Nochmal kurz und knapp in Stichpunkten:

  • Super Preis/Leistungsverhältnis
  • Kompatibel mit zahlreichen Geräten (USB vorrausgesetzt)
  • Klein und kompakt, sehr leicht
  • Umfangreiches (wenn auch leicht versetzes) Tastatur-Layout
  • Inklusive Maus-Tasten (simuliert) und Touchpad (ähnlich wie bei Laptop)
  • Sehr robust, saubere Verarbeitung, sauberer und leiser Druckpunkt der Tasten
  • Meiner Meinung nach die perfekte Tastatur für Raspberry PI

Für den Preis wirklich eine Überlegung wert!
Man sollte der Rii K12 auf jeden Fall eine Chance geben.

Klare Kaufempfehlung! :-)



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Ein Gedanke zu „Rii K12 – Die perfekte Tastatur inkl. Touchpad für Raspberry PI & Co.“

  1. Für Android-Geräte fehlt leider die mittlere Maustaste, deshalb läßt sich das Menü nicht aufrufen.
    Somit ist die Tastatur für Android-Gräte nicht geeignet.

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