GoPro Hero 4 Session: Was sie taugt, wem ich sie empfehle, sowie Vor- und Nachteile…

Die GoPro Hero 4 Session ist eine kleine und wirklich sehr kompakte Kamera, die fast allen Anforderungen gewachsen ist und wirklich tolle Ergebnisse liefert. Was sie wirklich taugt, für wem ich sie empfehle und welche Vor- und Nachteile die kleine bietet, verrate ich euch hier.

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Meine persönlichen Anforderungen:

  • FULL HD (1080p) mit mindestens 30 fps
  • Klein und kompakt
  • Gute Bild- und Tonqualität
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Für alles weitere war ich offen. Neutral gegenüber stand ich unter anderem Eigenschaften wie 4K, denn mir reichen 1080p vollkommen aus. Zumal ich auch noch kein TV oder Monitor für 4K besitze, wäre das aktuell sowieso sinnlos gewesen. Abgesehen davon war mir auch die Sache zwecks fest verbautem Akku in der GoPro Hero 4 Session relativ egal. Und ich habe diese Entscheidung auch nicht bereut: Die Kamera hält recht lange durch, jenachdem wie man sie benutzt.


Etwas zum Thema „Actioncam“

Auch ich war sehr lange auf der Suche nach einer für mich geeigneten Actioncam. Recht lange beobachte ich schon die Modellreihe von GoPro. Aber auch andere Produkte wollte ich meiner Auswahl nicht außen vor lassen, weshalb ich mir gleich mehrere Kameras bestellt und intensiv miteinander verglichen habe. Es ist gar nicht so einfach, aufgrund der unterschiedlichen Meinungen und Bewertungen sowie diversen Tests im Internet einen Durchblick zu bekommen, um sich dann auch letztendlich für das richtige Modell zu entscheiden. Der aktuelle Markt gibt ziemlich viel her, wobei GoPro immer noch an der Spitze steht.

Zuerst einmal sollte man sich selbst darüber klar werden, was man überhaupt von seiner Actioncam erwartet. Es gibt so viele Unterschiede und Merkmale, die der eine vielleicht unbedingt möchte – der andere aber wieder nicht. Ich persönlich konnte mit den gegebenen Eigenschaften bei der GoPro Hero 4 Session leben, diese reichten mir voll und ganz aus. Welche Vor- und Nachteile sie bietet, möchte ich euch gleich genauer erläutern. Die GoPro Hero 4 Session eignet sich meiner Meinung nach perfekt für den gelegentlichen Gebrauch. Man sollte sich also die Frage stellen, für was man die Kamera braucht – und was man von dieser insgesamt erwartet.

Ich habe mir die GoPro Hero 4 Session mit insgesamt 3 weiteren Kameras verglichen: GoPro Hero 4 BLACK, Polaroid Cube sowie Sony HDR-AZ1. Ich wollte einfach wissen, ob sich der enorme Aufpreis zu anderen Modellen wirklich lohnt und ob ich das wirklich brauche. Und ich kann soviel schon mal verraten: Letztendlich hier geblieben ist nur die GoPro Hero 4 Session. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich nun nicht über alle technischen Details im Vergleich bis ins Detail berichten kann, denn das würde den Rahmen hier vollkommen sprengen. Aber ich versuche mal das Wichtigste zusammenzufassen.

Ich würde es mal so sagen: Jede der oben genannten Kameras ist in eigener Sache gut, jede davon hat Vor- und Nachteile, auch die GoPro Hero 4 Session. Bei der GoPro Hero 4 Black hat mich irgendwie das Gewicht und vor allem die Größe gestört. Dazu kamen einfach Features wie 4K, die für mich gar nicht relevant waren, auch wenn es ansich eine wirklich klasse Kamera ist. Beim Polaroid Cube war es eher das etwas „flaue“ Bild, mit welchem ich als Ergebnis nicht so glücklich wurde. Und bei der HDR-AZ1 von Sony störte mich doch enorm die außergewöhnliche Bauform und das mäßig vorhandene Zubehör, auch wenn diese schon eine verdammt gute Aufnahmequalität lieferte und dank Remote-Kit bestens zu bedienen war. Hier muss man also selbst entscheiden, dabei kann einem niemand helfen. Ich kann jetzt nur versuchen, euch etwas bei der Kaufentscheidung zu helfen, indem ich über meine persönliche Erfahrungen berichte.

Wie auch immer: Mich hat die GoPro Hero 4 Session trotz ein paar Nachteilen allerdings vollkommen überzeugt, weshalb ich sie auch behalten habe. Ich weis auch nicht, aber die GoPro Hero 4 Session gefiel mir von Anfang an sehr gut. Und von der Qualiät und Leistung her wirklich für den Preis unschlagbar. Und wenn man sich so manche Videos der „Kleinen“ auf Youtube & Co. anschaut, ist man einfach begeistert.


GoPro Hero 4 Session

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Ich fange am besten beim Lieferumfang an. Die Verpackung ist GoPro-typisch mega geil. Schick in einem durchsichtigen Gehäuse, einfach zum verlieben. Neben der Kamera gibt’s natürlich noch bisschen was dazu, unter anderem 2 komplette Halterungen inkl. Klebepad zum befestigen. Eine Halterung davon sogar mit Kugelkopf, womit sich die Kamera 360 Grad beliebig drehen lässt, was wirklich super ist. 2 Aufkleber und etwas Papierkram sowie ein USB Kabel ist ebenfalls vorhanden. Auch wenn ich eigentlich kein Typ bin, der Bedienungsanleitungen liest, diese habe ich mir dann doch mal aufm stillen Örtchen in Ruhe durchgelesen. Und sie ist wirklich klar und verständlich, das sollte selbst der absolute Laie verstehen.

Die Kamera kam bei mir leider unaufgeladen, das heißt ich musste sie zuerst einmal knapp 2 Stunden komplett aufladen, bevor es richtig losgehen konnte. Ich habe auch unterschiedliche Speicherkartengetestet, zukünftig betrieben wird sie mit einer SandDisk Extreme PRO mit 64 GB. Dank dieser Karte wird die Kamera in keinem Fall ausgebremst und bietet jede Menge Platz. Ich habe es noch nicht geschafft, die Karte bei einem Tagesauflug und Einsatz komplett voll zu bekommen, da meist zuvor schon der Akku leer ist, aber 64 GB halte ich dann doch schon für angebracht.

Die Kamera ist superleicht eingerichtet. Dazu einfach die ersten Schritte der Bedienungsanleitung befolgen, vorab kann man sich ja schon mal aus dem Google Playstore / Apple App Store die „GoPro“ App herunterladen. Mit dieser lässt sich die Kamera nämlich später nach der ersten Einrichtung auch wunderbar verwalten/einstellen und auch komplett bedienen. Der einzige Nachteil ist hier die aktive WIFI-Verbindung, was dem Akku nach einer Weile deutlich abverlangt. Ich nutze die Verbindung daher keinesfalls dauerhaft und wirklich nur, wenn ich etwas an der Kamera einstellen muss, was wirklich eine Menge Akkuleistung spart.

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Ich habe die Kamera natürlich sofort in allen möglichen mir derzeit vorhandenen Lagen zu testen. Leider blieb aktuell die „Action“ auf der Strecke, aber um sie erst einmal kennen zu lernen und ihre Stärken und Schwächen zu erkennen hat es allemal gereicht. So konnte ich relativ schnell feststellen, dass sie bei dunkler Umgebung schnell an ihre Grenzen kommt. Bei Tag und gutem Licht verzeicht sie aber brilliante Videos und Bilder, die wirklich wunderbar sind. Im direkten Vergleich zum „großen Bruder“, also der GoPro Hero 4 Black, verarbeitet die GoPro Hero 4 Session auch weniger Bitrate in den Videos, was aber wirklich nicht wirklich viel ausmacht. Ich konnte bei alltäglichen Situationen nicht wirklich einen Unterschied feststellen.

Insgesamt hat mich der Vergleich zum Polaroid Cube doch sehr überrascht. Denn zwischen der GoPro Hero 4 Session und dem Polaroid Cube liegen wahrhaftig Welten. Im direkten Vergleich bei gleichzeitiger Aufnahme nebeneinander hat sich das deutlich gezeigt, dass die GoPro die Nase vorne hat und deutlich mehr kann. Vor allem im Bezug auf Belichtung, Kontrast und Farben.

Die GoPro Hero 4 Session nimmt zuverlässig und ruckelfrei auf, auch Bewegungen sehen später wirklich gut aus. Ich denke, sie wird aller Art von Action gerecht, aber wie sollte man das auch anders von GoPro erwarten. Hier wird man auf jeden Fall nicht enttäuscht, denn das was im Fokus steht und versprochen wird, wird auch zu 100% so eingehalten.

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Die Qualität und Verarbeitung ist insgesamt wirklich 1A. Die Oberfläche der Kamera ist oben und unten aus griffigem Gummi, wodurch man sie auch problemlos gut und fest auch so und ganz ohne Halterung gut in der Hand halten kann. Das Display auf der Oberseite zeigt in allen Lichtbedingungen sehr klar und deutlich an.

Es befinden sich insgesamt nur zwei Tasten an der Kamera. Über die Taste an der Oberseite startet oder beendet die gewünschte Aufnahme, über die kleine Tasten an der Rückseite lassen sich die Einstellungen aufrufen. Hier kann man dann z.B. ruck zuck das WIFI de/aktivieren oder weitere Einstellungen vornehmen. Vorne besitzt die Kamera einen Rahmen, welcher wohl nicht nur dem „Style“ dient. Dieser ist nämlich etwas höher als das darin verbaute Glas, womit dieses vor Kratzern geschützt ist, sollte die Kamera z.B. mal mit der Linse nach unten auf dem Tisch liegen. Rechts oben im Rahmen die rote Status-LED, die im Betrieb die Aufnahme zeigt, welche man aber beliebig de/aktivieren kann. Und links oben im Rahmen, wie auch bei den Fotos zu erkennen, das vordere Mikrofon (auf der Rückseite ist das zweite Mikrofon verbaut). Ansonsten befindet sich noch auf der rechten Seite eine Klappe, worin sich der USB-Anschluss sowie der Speicherkarten-Slot versteckt. Der Clou an der gesamten Kamera: Sie ist komplett wasserdicht, also auch die Mikrofone. Man kann mit ihr problemlos bis zu 10m tief abtauchen, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Die Kamera startet nach Drücken der Aufnahmetaste nach nur 3 Sekunden die Aufnahme.

Einzig und alleine der Weißabgleicht bei den Aufnahmen ist nicht der Beste, das bekommt Sony sehr wohl besser hin. Dieses „Problem“ ist aber auch schon etwas länger bekannt, ich persönlich konnte damit leben. Mit etwas Nachbearbeitung kann man hier auch schon relativ viel korrigieren. Macht sich aber wirklich nur in Ausnahmefällen bemerkbar, ich möchte trotzdem darauf hinweisen.


Positive Eigenschaften
(auch im Vergleich zu anderen Modellen)

Die GoPro Hero 4 Session ist komplett wasserdicht – und das bis 10m, was in der Regel z.B. im Schwimmbad oder beim „schnorcheln“ im Urlaub vollkommen ausreichen sollte. Man spart sich somit weiteres Zubehör und kann die Kamera auch gerne mal ins Wasser fallen lassen, ohne direkt einen Wutanfall zu bekommen, weil die ganze Technik futsch ist. Man kann damit sogar duschen. Meinem Frauchen mag das zwar noch nicht so ganz gefallen, aber daran arbeite ich noch… ;-)

Die beiden Mikrofone, welche ebenfalls wasserdicht sind und beide gleichzeitig aufnehmen. Mal ehrlich, wie geil ist das denn bitte? Die Kamera schaut, aus welcher Quelle sie den besseren Ton bekommt und verarbeitet diesen. DAS nenne ich mal ein Feature! Das erspart gerade bei Windgeräuschen oder Störgeräuschen doch schon öfters den Ärger über schlechten Ton. Bei manchen meiner direkten Testvideos als Vergleich (z.B. BLACK + SESSION nebeneinader gleichzeitig) hat sich das deutlich als Vorteil erwiesen.

Das wirklich sehr geringe Gewicht und diese wunderbaren kompakte Maße. Die Kamera ist wirklich so klein, man schnappt sie und lässt sie einfach mal so in der Hosentasche verschwinden. Sie ist somit auch keine Belastung an Helm oder beispielsweise beim Paintball (auf einer Waffe montiert).

Aufgrund der Kompatiblität und der mitgelieferten Halterungen (2 Stück) ist sie wunderbar mit allem erhältlichen Zubehör von GoPro verwendbar, wie z.B. das Remote Kit (*) Dies empfinde ich nun nicht als selbstverständlich, andere Hersteller wollen lieber für neue Produkte neues Zubehör bieten, was wiederum weiteres Geld kostet.

Leichte (Aufnahme-) Steuerung durch eine einzige Taste. Selbst kleinere Einstellungen können an der Kamera selbst vorgenommen werden. Es gibt zwei Tasten, womit die komplette Kamera bedient wird. Erweiterte Einstellungen sind kinderleicht via App auf dem Smartphone verwaltbar.

Das „Gesamtpaket“ alles zusammen, empfinde ich persönlich sehr gelungen. Eine stolze Technik und Qualität, den die Session da mal eben so bietet. Klein aber fein, meiner Meinung nach die beste GoPro bisher, wenn man alle Fakten zusammen fasst.


Negative Eigenschaften
(auch im Vergleich zu anderen Modellen)

Akku ist leider nicht austauschbar. GoPro gibt an, dass der Akku locker 600 volle Ladezyklen durchhält, was schon eine enorme Menge ist. In wiefern sich das in Zukunft bemerkbar macht, kann ich jetzt leider noch nicht beurteilen. Aber ich denke, dass ich lange Spass an der Kamera haben werde, da ich sowieso nur gelegentlich verwende.

Bei Nachtaufnahmen stößt die GoPro Hero 4 Session oft an ihre Grenzen. Dunkle Bereiche werden im direkten Vergleich zur GoPro Hero 4 Black weitaus schlechter aufgenommen und verarbeitet. Die Kamera eignet sich also nicht für den dauerhaften Nachteinsatz. Ich bin damit aber mal zum Spass nachts durch die Stadt gezogen, wo sie ganz ordentliche Ergebnisse lieferte. Ist wohl auch Ansichtssache.


Fazit – GoPro Hero 4 Session – Ja oder Nein?!

Für einen aktuellen Preis von ca. 200,- Euro halte ich sie durchaus als DIE Actioncam für den gelegentlichen Gebrauch. Aber man sollte sich dennoch darüber bewusst sein, dass der Akku irgendwann hinüber ist. Und dann kann man die Kamera wohl oder übel wegwerfen oder für paar Euro verkaufen. Der Wertverlust ist hier auf jeden Fall enorm. Die GoPro Hero 4 Session hat ganz klar viele Vorteile, aber eben auch solcher Nachteile. Ich empfehle die Kamera jedem, der sie wie ich nur gelegentlich bei Ausflügen oder im Urlaub benutzen möchte, ohne sich in Unkosten zu stürzen. Leute, die regelmäßig einem Hobby nachgehen, wo die Actioncam dauerhaft herhalten soll, sind wohl mit einer Hero 4 Silver/Black (*) auf Dauer besser versorgt.

Hätte die GoPro Hero 4 Session noch einen austauschbaren Akku und bessere Nachtfunktion, wäre sie perfekt. Aber ihr 5 Sterne zu geben halte ich angesichts dieser 2 Mängel nicht ganz so fair…

Daher 4/5 Sterne!

Ich erwarte die Tage noch etwas an Zubehör (Saugnapf Halterung etc.) und werde dann noch ein ausführliches Video mit der Kamera aufnehmen, welches ich hier natürlich nachreiche. To be continued…

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