Erweiterte Heimüberwachung mit IP-Kameras und Server: Grundeinstellung der Foscam-Kamera(s)

In diesem Artikel geht es um die Vorbereitung der jeweiligen Foscam-Kamera’s für unsere Heimüberwachung in Verbindung mit einer Synology Diskstation mit Surveillance Station.

Bevor wir die Kamera(s) mit Surveillance Station betreiben können, bedarf es noch ein paar kleine Einstellungen an den jeweiligen Kameras selbst. Dafür brauchen wir im Falle einer Synology Diskstation mit Surveillance Station keinerlei Software zu installieren, welche der Kamera beiliegt. In der Regel kann man sich diese sparen, die Konfiguration geschieht in der Regel sowieso ausschließlich via Browser.

Wir richten die Kamera also zuerst einmal im gewünschten Netzwerk ein.

Bevor es also mit der Eigentlichen Montage etc. losgeht, zuerst einmal die gewünschte(n) Kamera(s) via LAN-Kabel anschließen und schauen, welche IP vom DHCP vergeben wird. Danach (im Falle von Foscam Kameras) die jeweilige Kamera im Browser aufrufen – ganz einfach via IP Adresse und Port, zum Beispiel:

\\192.168.1.101:88

Der Port 88 kann auch abweichen, das ist je nach Hersteller unterschiedlich. Sollte sich bei dieser Adresse nichts tun, stimmt entweder die IP oder der Port nicht. Wenn alles richtig ist, gelangt man zur Weboberfläche der jeweiligen Kamera.

In der Regel muss man noch ein Plugin downloaden und installieren, bevor man die Anmeldung sieht. Dieses also einfach herunterladen und installieren. Es wird zwingend benötigt.

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Die erste Anmeldung sollte mit dem Usernamen „admin“ und leerem Passwort klappen, andernfalls in der beiliegenden Beschreibung schauen, ob vielleicht ein vordefiniertes Passwort bereits vorhanden ist, bei mir war dies nicht der Fall…

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Bild verpixelt – Normal sieht man hier ein klares Livebild…

So sieht’s dann auch nach erfolgreicher Anmeldung aus. In der Regel sieht man hier nun ein aktuelles Livebild der jeweiligen Kamera. Ziemlich hässlich, oder? Zum Glück brauchen wir das ganze nur für die Voreinstellungen. Oben findet sich ein Button „Konfig/Config“, wo’s anschließend weiter geht…

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Geräteinformationen – Eine kleine Übersicht der Kameradaten, unter anderem um welches Modell es sich handelt oder welche Firmware Version installiert ist. Die Kamera-ID sollte nicht öffentlich preisgegeben werden, weshalb sie auch bei mir im Screenshot verpixelt wurde.

Um zuerst einmal ganz sicher zu gehen, dass wir auch die neuste Software auf der Kamera betreiben, bietet Foscam hier die Möglichkeit, nach der aktuellsten Firmware zu suchen und zu downloaden.

Im linken Menü auf „System“ – „System aktualisieren“ auswählen.

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Mit einem Klick auf „Laden Sie die neuste Firmware“ öffnet sich nach wenigen Sekunden ein Download, in der Regel mit einer ZIP-Datei gleichnamig des Kamera-Modell’s. Datei speichern und entpacken, anschließend die Daten aus der im ZIP beiliegenden „Read me.txt“ mit dem Punkt „Geräteinformationen“ von zuvor vergleichen. (siehe vorherigen Punkt)

Im Falle, dass es sich um eine neuere Firmware/Software handelt, sollte das Update unbedingt durchgeführt bzw. aufgespielt werden. Dazu einfach die Update-Datei mit der Endung *.bin auswählen und auf „System aktualisieren“ klicken. Das kann einige Minuten dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Nach erfolgreichem Update wie ganz am Anfang bereits beschrieben neu auf der Kamera anmelden.

Hinweis: Der Download funktioniert immer. Damit meine ich, dass der Button „Laden Sie die neuste Firmware“ nicht die Version prüft, sondern einfach immer nur die neuste Firmware herunterlädt – also auch dann, wenn wir diese bereits installiert haben. Ein Versionsabgleich wäre hier schön gewesen.

Anschließend links unter „Konfig“ (oben) links im Menü „Basis-Einstellungen“ – „Kamera-Name“ auswählen.

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Hier vergeben wir der Kamera einen gewünschten Namen. Was ist egal, man kann sie „GARAGE“ oder „HAUSEINGANG“ oder einfach wie ich mit der Modellbezeichnung beliebig benennen. Speichern, fertig.

Anschließend links im Menü auf „Benutzeraccount“ klicken.

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Hier vergeben wir dem Administrator-Account nun einen beliebigen Usernamen sowie ein Passwort. Dazu einfach auf das Konto „admin“ klicken und rechts erscheinen wie im Screenshot markiert die Eingabefelder. Man kann hier auch noch weitere Benutzer anlegen, dies ist aber erst einmal uninteressant an dieser Stelle. Speichern, fertig.

Danach links im Menü auf „Netzwerk“ – „IP-Konfiguration“.

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Hier kann man nun der jeweiligen Kamera eine feste IP zuweisen, was zu empfehlen ist. Die IP sollte natürlich noch frei sein – und falls nicht schon im Router reserviert, kann man diese hier fest definieren. Ich persönlich habe in meinem Netzwerk dafür eine eigene Range xxx.xxx.xxx.6x, welche fortlaufend für alle Kameras zum Einsatz kommt. Speichern, fertig.

Für alle, die sich nicht so gut auskennen: Ist der Punkt „IP über DHCP beziehen“ aktiv, bezieht die Kamera die IP Adresse vom Router und kann in dem Fall dann vom Router fest vergeben werden. Andernfalls den Punkt „IP über DHCP beziehen“ deaktivieren und beliebe IP Adresse im Feld „IP-Adresse“ eintragen.

Weiter gehts links im Menü mit „Wireless-Einstellungen“.

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Nur im Falle, dass man seine Kamera(s) via WLAN nutzen möchte, muss hier natürlich das gewünschte Netzwerk ausgewählt werden. ACHTUNG! Unbedingt darauf achten, dass später auch das WLAN-Netz auch am vorgesehenen Platz der Montage der Kamera ausreichend verfügbar ist. Das kann man zum Beispiel leicht mit einem Laptop oder Smartphone an der Stelle prüfen. Andernfalls benötigt man – logischerweise – noch einen WLAN-Repeater, welcher das Signal erweitert. Ich selbst habe einen solchen Repeater im Einsatz, jedoch nicht unbendigt wegen der Reichweite des Signals, sondern mehr wegen der eigenen SSID. Nutze meinen Repeater also sozusagen mit eigener SSID und Passwort.

Wichtig ist, dass dies im Vorfeld passend und zu 100% korrekt konfiguriert wird. Später, wenn die Kamera montiert ist, alle Kabel verlegt sind etc. ist es nicht mehr so einfach möglich etwas zu ändern. Logisch, oder?

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Mit Klick auf „Scan“ werden alle verfügbaren WLAN Signale aufgelistet. Das gewünschte Netzwerk anklicken und rechts die korrekte Verschlüsselungsmethode auswählen sowie das dafür festgesetzte Passwort eintragen. Auf keinen Fall ein freies WLAN ohne Sicherheit bereitstellen, gar nicht erst daran denken. Speichern, fertig.

Weiter geht’s links im Menü mit „Netzwerk“ – „Port“.

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Hier kann – nur im Falle dass man es ändern muss oder unbedingt möchte – der Port beliebig geändert werden. Der Port, welcher beim Aufruf im Browser zusammen mit der IP Adresse verwendet wird. In der Regel sollte man die Finger hier von weglassen, es sei denn man weis genau was man tut. Ich selbst habe ihn bei 88 gelassen, er gilt für IP Kameras in der Regel als Standard.

Weiter geht’s im linken Menü mit „Detektor“ – „Aktionserkennung“.

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Die wohl wichtige Voreinstellung der Kamera. Hier geben wir der Kamera vor, wie, wann und vor allem wodurch die Kamera mit der Aufzeichnung beginnen soll. Da nach meiner Anleitung die Kamera selbst aber noch nicht an vorgesehener Stelle ihre Arbeit verrichtet, deaktivieren wir hier den gesamten Punkt vorerst. Wir können derzeit nämlich noch keinen Bewegungsbereich festlegen. Erst, wenn die Kamera an Ort und Stelle montiert ist.

Zur Erklärung für später:

Vorab sollte man sich erst einmal folgende Aspekte vor Augen haslten: Regen, Umgebungsbewegungen durch Wind, vorbeifahrende Autos, Spaziergänger. Alles Dinge, die normal sind. Es macht also Sinn, zum einen die korrekte Sensibilität zu wählen und auch den Bewegungsbereich einzugrenzen. Tut man dies nicht, nimmt die Kamera am Ende jeden Scheiss (entschuldigt meine Wortwahl) auf – was man nun wirklich nicht braucht. Die richtige Einstellung dafür ist also das A und O.

Wie auch immer – Ist die Kamera im Betrieb mit einer Synology Diskstation mit Surveillance Station, kann man auf jegliche Einstellungen von „Alarm-Aktion“ verzichten. Wichtig ist nur die gewünschte Sensibilität (…wobei hier die deutsche Übersetzung der einzelnen Stufen echt zum schmunzeln ist!)

Klickt man auf den Button „Bewegungsbereich“ erscheint ein Fenster mit der aktuellen Live-Ansicht der Kamera, wo man die Bewegungserkennung noch etwas im Bild einschränken kann. Hier wird das gesamte Bild mit Bereichen dargestellt, welche sich beliebig aktivieren/deaktivieren lassen. Somit kann man der Kamera genau sagen, welchen Bereich sie im Bild überwach – und welche ignorieren soll. Diese Einstellung eignet sich zum Beispiel gut, um Fußgängerwege zu ignorieren und die Aufnahme erst in der Hauseinfahrt zu aktivieren.

In der unteren „Tabelle“ definieren wir Tage und Uhrzeiten, wann die Kamera „scharf“ sein soll – Bewegungen erkennt und aufzeichnet. Bei mir tut sie dies 24/7 rund um die Uhr, weshalb auch alles rot markiert ist. Das kann man einstellen wie man das möchte.

Möchte man die gewünschte Kamera auch via Ton-Erkennung (sofern an der Kamera vorhanden) zur Aufnahme aktivieren, sollte die in etwa selben Einstellungen im Punkt „Sound-Erkennung“ links im Menü ebenfalls vornehmen. Ich persönlich habe dies, wie man auf dem Screenshot sieht, deaktiviert.

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Fast geschafft: Jetzt im linken Menü auf „System“ – „Neustart“ und die Kamera via Klick auf den Button neustarten. Im Falle von WLAN Einrichtung: Sobald die Kamera neustartet, unverzüglich die Verbindung des LAN-Kabels an der Kamera trennen. Das ist wichtig, um zu testen, ob die Kamera sich nun automatisch mit dem gewünschten WLAN Netzwerk verbindet.

Hat sich die Kamera automatisch via WLAN verbunden, sollte man die Kamera wie am Anfang beschrieben genau so erneut im Browser aufrufen können – über die dafür vorgesehene IP und ggfs. benutzerdefinierten Port natürlich.

Klappt das jedoch nicht, im Router prüfen ob die Kamera überhaupt unter Netzwerkgeräte aufgelistet wird. Falsche IP oder Port? Sichergehen, dass hier kein Fehler vorliegt. Andernfalls die Kamera erneut via LAN-Kabel anschließen und erneut die Wireless-Einstellungen in der Kamera prüfen. Solange, bis die automatische Verbindung nach Neustart der Kamera via WLAN klappt.

Zugegeben, Vorkenntnisse von IT/Netzwerk sind hier deutlich von Vorteil. Gerade was die Einrichtung von DHCP, IP Adressen und Ports betrifft. Sollte man sich damit komplett überfordert fühlen und verzweifeln, einfach jemand erfahrenen darum bitten, bei der Konfiguration zu helfen. Am Ende zahlt sich die Mühe jedenfalls aus.

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2 Gedanken zu „Erweiterte Heimüberwachung mit IP-Kameras und Server: Grundeinstellung der Foscam-Kamera(s)“

  1. gute beschreibung zur foscam.
    leider wird der plugin beim firefox 47 bei mir nicht mehr akzeptiert…gibt es einen tip hierzu ?
    dank im voraus, gruss, th.schmidt

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