Amazon fireTV Stick: Wem er zu empfehlen ist – und was kann er überhaupt?!

In diesem Beitrag möchte ich genauer auf den neu erschienenen Amazon fireTV Stick eingehen, welcher eine sehr gute Alternative zur großen Amazon fireTV Box verspricht. Aber ist er denn genau so gut, wie ein Raspberry PI?!

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Preislich unterscheiden sich beide Geräte wirklich enorm, sodass man hier schon für knapp 40 Euro eine wunderbare Lösung für das Amazon PRIME (und auch andere Anbieter) bekommt. Ob und vor allem für wen sich das Ganze lohnt möchte ich in dieser Rezension gerne genauer umschreiben, es sollte also vor allem für die jenigen interessant sein, welche eben noch nach genau einer solchen Lösung suchen.


Vorab: Ich bin ja eigentlich kein Fan von „geschlossenen“ Systemen. Aus diesem Grund mag ich zum Beispiel auch kein Apple TV, welcher mich was die Möglichkeiten angeht so eingrenzt. Aber bei der Amazon fireTV Box sowie dem jetzigen Amazon fireTV Stick muss man ganz klar sagen, dass er für den vorgesehenen Einsatz wirklich sein Geld Wert ist. Er ist eben überwiegend auf das vorhandene Amazon-Angebot gerichtet und bietet nebenbei auch noch die Möglichkeiten auf weitere Apps & Spiele. Also eine gute Wahl, wenn man genau nach sowas sucht.


Voraussetzungen für den Amazon fireTV Stick:

Vor allem ältere TV Geräte, welche noch keinerlei Smart-TV Optionen und die Möglichkeit auf diverse Apps bieten sind damit bestens bedient, da man jeden üblichen Fernseher damit aufwertet. Der Amazon fireTV Stick schafft endlich die Möglichkeiten, das gesamte Amazon Angebot auf jeden noch so alten TV zu holen, sofern mindestens ein HDMI Anschluss vorhanden ist. Selbstverständlich sollte man auch über eine entsprechende Internetleistung verfügen (empfohlen mindestens 6.000 KB/s), da man ansonsten nur schwer in den Genuss von ruckelfreien HD Inhalten kommt. Auch wenn dies eigentlich von vorne herein klar sein sollte, möchte ich dies jedoch gerne noch einmal anmerken. ;) Wer also einen Fernseher oder Monitor mit HDMI Anschluss und eine gute Internetleitung besitzt, hat schon mal die ersten Voraussetzungen erfüllt.


Für wen sich der Amazon fireTV Stick eignet,
was er alles kann, was drin steckt:

Der Amazon fireTV Stick sollte vor allem für die interessant sein, welche in erster Linie ganz klar nach einer Möglichkeit suchen, das gesamte Amazon-Angebot von Filmen, Serien und Musik auf das eigene TV Gerät zu übertragen. Aber darüber hinaus bietet der Amazon fireTV Stick jedoch auch noch viele weitere Vorteile, wie zum Beispiel die ganzen Spiele, wofür es sogar eigen dafür entwickelte Gamecontroller gibt. Um mal kurz auf die Spiele einzugehen, so gibt es auch hier eine breite Masse an Spielen, vom einfachen klassischen Tetris über Renn- und Abenteuerspiele. Auch hier sollte sich also immer etwas für die Unterhaltung finden. Desweiteren stehen viele weitere Apps zur Verfügung, seien es weitere VOD Anbieter wie Netflix oder Spotify, Onlinemediatheken von ARD, ZDF & Co. oder einfach Youtube. Auch diese Rubrik ist nicht zu unterschätzen, da sie ähnlich wie bei Smartphones jede Menge verschiedener Apps anbietet, das Angebot wächst ständig. Und zu guter letzt bietet der Amazon fireTV Stick natürlich auch noch die Möglichkeit für Musik & Fotos, womit Bibliotheken der Musik und Fotos verwaltet – und am Ende via TV abgespielt bzw. betrachtet werden können. Insgesamt also ein gelungenes Rundum-Paket.

Mal ganz davon abgesehen, was uns der Amazon fireTV Stick an Software überhauptet bietet, richten wir die Aufmerksamkeit mal auf die Hardware. Hier wird uns im Vergleich zur „großen“ Amazon fireTV Box ein kleiner Stick geboten, welcher in etwa so groß ist wie ein übliches 0815 Feuerzeug. (siehe angehängte Fotos) Er wird ganz einfach via HDMI und Strom angeschlossen, sitzt daher versteckt hinter dem TV. Was an Kabeln gebraucht wird ist alles im Lieferumfang vorhanden, wobei ich persönlich das Stromkabel etwas kurz geraten empfand. Im fireTV Stick selbst steckt eine recht starke CPU, und zwar ein Cortex ARM A9 Chip (Dualcore mit bis zu 1,2 Ghz) mit Video Core 4 GPU (integriert in CPU) mit openGL ES 2.0 sowie 1 GB Arbeitsspeicher (RAM). Also genügend Leistung um dem gerecht zu werden, was er uns bietet, unter anderem die 1080p encode/decode Wiedergabe ist damit kein Problem. Er verfügt zwar über integriertes WLAN (bis 300 Mbit), bietet jedoch keinen LAN Anschluss. Darüberhinaus hat er „nur“ Bluetooth 3.0 und keinen eigenen Audioausgang.


Wie sich das Ganze bei mir im Einsatz zeigte:

Nachdem ich nun den Amazon fireTV Stick nun bereits umfangreich testen und an seine Grenzen bringen konnte, kann ich eines sagen: Alles lief bei mir flüssig und ohne ruckeln. Und dabei spreche ich nun nicht nur direkt die Wiedergabe von Medien an, sondern auch der gesamte Betrieb der Oberfläche, sprich Menü. lediglich der Bootvorgang läuft im Gegensatz zur Amazon fireTV Box etwas langsamer, womit man aber leben kann. Das Einzige was ich als negativ empfand war, dass manche grafikintensive Spiele überhaupt nicht unterstützt werden. Solange man also keinen großartigen Wert auf genau solche Apps und Spiele legt (z.B. Sideload-Apps), ist mit dem Amazon fireTV Stick was den flüssigen Betrieb betrifft sehr gut bedient. Man muss eben auch bedenken, dass es sich dabei um keinen vollwertigen Computer oder Spielekonsole handelt. Meiner Meinung nach reicht das, was der Amazon fireTV Stick zu bieten hat, also vollkommen für den Standardgebrauch aus.


Direkter Vergleich zum großen Bruder:
fireTV Box vs. fireTV Stick

Hier mal die wesentlichen Unterschiede der beiden Geräte…

  • CPU: Dual Core ARM A9 2×1 Ghz vs. Quad Core ARMv7-A kompatibel 4×1,7 Ghz
  • GPU: VideoCore4 GPU (integriert) vs. Qualcomm Adreno 320 (dediziert)
  • OpenGL: OpenGL ES 2.0 vs. OpenGL ES 3.0
  • Arbeitsspeicher: 1 GB vs. 2 GB
  • LAN: nein vs. 10/100 Mbit
  • Bluetooth: 3.0 vs. 4.0
  • Audioausgang: nein vs. optisch (Toslink)
  • USB Anschluss: nein vs. ja

Hier sieht man also deutlich, dass der „große Bruder“ ganz klar überlegen ist. Das aber nur mal zum Vergleich, um sich das einfach mal vor Augen zu halten.


So, nun zum wesentlichen. Auch ich habe natürlich meinen Amazon fireTV Stick pünktlich bekommen und konnte auch schon vieles testen. Ich hab es bis dato noch nicht geschafft, ihn an die Grenzen zu bekommen, kann daher (noch?) nichts negatives berichten.

LIEFERUMFANG:

Der Lieferumfang beinhaltete alles, was man für den direkten Einsatz braucht: fireTV Stick, Stromkabel, HDMI Extender-Kabel (wird nur benötigt wenn der Stick nicht so schon in den gewünschten HDMI Anschluss passen sollte), die Fernbedienung mit 2 AAA Batterien sowie einer kleinen Bedienungsanleitung. Alles war in einer schicken Box verpackt und irgendwie hatte ich das Gefühl, als würde ich ein Apple Produkt auspacken! ;-) Fotos, siehe Anhang.

INSTALLATION, EINRICHTUNG:

Die Installation am TV ist wirklich kinderleicht, der Stick wird einfach in einen beliebigen HDMI Port gesteckt und das Stomkabel kommt, wohin auch sonst, natürlich in die Steckdose. Das war’s auch schon. TV einschalten, HDMI Input auswählen und schon kann die Einrichtung beginnen. Der ganze Einrichtungsvorgang wird mit einem Assistenten begleitet, alles ist genaustens erklärt. (Man kann entweder die fireTV Stick Fernbedienung ODER die TV-eigene Fernbedienung nutzen. Wird vom TV CEC unterstützt, kann man sich die im Lieferumfang beiliegende Fernbedienung eigentlich sparen. Bei mir zumindest funktionierte es auch so.) Nachdem die erste Einrichtung abgeschlossen ist, gibt es eine kleine Einleitung, was ich auch für gut umgesetzt empfand. Danach landen wir auf dem Startbildschirm.

Sofern es nicht automatisch erscheint, sollte man nun zuerst mal ein Software-Update durchführen. Dazu überpürfen wir unter Einstellungen – System – Info ganz unten den Punkt „Verfügbarkein von Systemupdates prüfen“ aus und schauen, ob bereits die neuste Version installiert ist. Damit schließen wir eventuelle Fehler aus über die wir uns am Ende ärgern, obwohl sie längst bekannt und durch neuere Versionen behoben sind. Ansonsten kann man jetzt noch persönliche Einstellungen vornehmen, das Menü und deren Punkte ist selbsterklärend.

DER EINSATZ:

Die Startseite ist ziemlich übersichtlich, vor allem auch sehr benutzerfreundlich aufgebaut. Links das Menü, welches sich von oben nach unten durch „scrollen“ lässt. Recht erscheint dann immer der dazugehörige Inhalt mit weiteren Punkten/Übersichten. Im Prinzip ist alles selbsterklärend, sodass ich es mir nun auch erspare hier alles im Detail zu erläutern. Wie gesagt, man kann das ganze mit der beiliegenden Fernbedienung bedienen, oder sofern vom TV-Gerät unterstützt auch die Fernbedienung dessen verwenden, einfach mal ausprobieren. Die neuern TV’s unterstützen das in der Regel eigentlich alle.

KURZ UND KNAPP DIE VOR- UND NACHTEILE:

Der fireTV Stick eignet sich meiner Meinung nach für folgende Leute, die …

  • … ihren alten TV in einen Smart TV verwandeln möchten
  • … ihren lahmen Smart-TV an Leistung verbessern möchten
  • … nach einer kleinen sauberen Lösung für das Amazon-Angebot suchen
  • … mehrere Geräte im Haushalt mit dem Amazon-Angebot ausstatten möchten
  • … nicht so viel Wert auf leistungsfähige Apps oder Spiele legen
  • … keine keine externen Geräte an den fireTV Stick anschließen möchten
  • … sich für Online-Mediatheken von ARD, ZDF & Co. interessieren
  • … unter anderem Netflix auf dem TV genießen möchten
  • … endlich problemlos Youtube-Videos auf dem TV anschauen möchten
  • … Spotify und andere Anbieter auf den TV holen möchten
  • … eine simple, einfache und vor allem günstige Lösung suchen
  • … auf allen Schnick Schnack wie USB, LAN verzichten können

Der fireTV eignet sich keinesfalls für folgende Leute, die …

  • … die fireTV Box von der Leistung her durch den „neuen“ fire TV Stick verbessern möchten
  • … zwingend einen USB Datenträger anschließen oder optisch Audio verwenden möchten
  • … undingt auf einen LAN-Anschluss setzen
  • … mehr als nur das „geringe“ Angebot nutzen möchten
  • … keine leistungsstarke Internetleitung mit mindestens 3.000 KB/s haben
  • … keinen freien HDMI oder überhaupt kein HDMI Port mehr haben
  • … eine umfangreiche Media Center Lösung mit mehr Möglichkeiten suchen (Raspberry PI zB)

Desweiteren noch folgender Tip von mir: Sollte euer TV an der Wand hängen wie bei mir, bestellt euch unbedingt noch ein längeres USB Kabel zwecks Stromversorgung mit! Bei mir war das zu kurz, es reichte nicht bis unten in die Steckdosenleiste. Nicht dass es euch so geht wie mir, das ist meiner Meinung schon recht kurz geraten.

So, das war es soweit erst einmal von meiner Seite aus. Ich werde hier sicherlich noch so manches aktualisieren oder beifügen. Im Moment beschäftige ich mich noch mit dem Thema XBMC/KODI, was den fireTV Stick betrifft. Da ich ja ein rießen Fan von Raspberry PI’s bin und auch viele bei mir im Betrieb habe, schaue ich gerade wie sich dort der Unterschied bemerkbar macht. Fakt ist, dass der fireTV Stick auch mit KODI funktioniert. Es wäre eine tolle Sache, den fireTV Stick als „Media Center“ zu „missbrauchen“, um mehr auf den Einsatz mit KODI zu setzen. Dazu aber sicherlich bald mehr von meiner Seite aus.

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